Bewegungskompetenz und Lebensqualität

Bericht von den Kinästhetik Workshops für Persönliche AssistentInnen in der Servicestelle Persönliche Assistenz Vorarlberg am 28. März und 4. April 2018

 

Kinaesthetics ist ein Bewegungskonzept, welches dort zur Anwendung kommt, wo Menschen mit Bewegungseinschränkungen Unterstützung in ihren alltäglichen Aktivitäten benötigen.

 

Es bezweckt einerseits eine Reduzierung von arbeitsbedingten körperlichen Beschwerden. Andererseits befasst es sich mit der professionellen Gestaltung von Interaktion über Berührung und Bewegung.

 

 

Hier verfolgt es die Absicht, die alltägliche Unterstützung so zu gestalten, dass Bewegungsmöglichkeiten so weit wie möglich ausgeschöpft werden, Bewegungskompetenz erhalten und erweitert wird.

 

Die individuelle Begleitung über den ganzen Tag stellt uns vor große Herausforderungen. Kinaesthetics stellt die Qualität der Bewegung in alltäglichen Aktivitäten ins Zentrum. Passende Angebote und Möglichkeiten zu finden, um so Selbstbestimmt zu Leben!

 

Ulrike Nachbauer gelernte Dipl. Psychiatrische Krankenschwester Kinaesthetics Trainerin führte im Rahmen unseres Weiterbildungsangebotes für AssistentInnen in unserer Servicestelle ein Kinästhetik Workshop durch.

 

Die teilnehmenden Assistentinnen und Assistenten genossen einen spannenden und mit vielen Aktivitäten gefüllten Tag. Nach einer Vorstellungsrunde hat Ulrike mit viel Freude in das Kinästhetikkonzept eingeführt.

 

Ausgehend vom eigenen Körper und den individuellen Bewegungsabläufen wurde so das Konzept verständlich vermittelt. Kinästhetik bedeutet Bewegungswahrnehmung und es geht darum, Bewegung erklären zu können.

 

 

Deshalb war es wichtig, dass die eigenen Bewegungsabläufe zuerst reflektiert wurden, z.B. Die Organisation der Schwerkraft – darum sitze ich wie ich sitze. Bewegungsmuster sind ähnlich aber nicht gleich – stehen ist laufende Bewegung, weil wir immer das Gewicht ausgleichen und auf den Boden bringen müssen.

 

Ganz wichtig ist, dass es kein „Richtig“ oder „Falsch“ gibt. Die Klarheit über den Ablauf unterschiedlicher Bewegungen ermöglicht neue Unterstützungsmöglichkeiten.

 

Kinästhetik ist keine Technik und nicht messbar. Bei der Bewegungsunterstützung muss auf die Körpersignale des anderen geachtet werden. Dazu gehört auch, dass das Tempo angemessen ist. In vielen Partnerübungen haben die AssistentInnen diverse Mobilisationen und Transfers geübt. Dabei wurde auch immer wieder reflektiert und diskutiert.

 

Beide Tage waren geprägt von einer friedlichen und wohlwollenden Stimmung, wobei auch viel miteinander gelacht wurde!

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