Persönliche Assistenz im Urlaub

2018-7-06

 

Urlaub ist anders als Alltag. AssistenznehmerInnen berichteten beim PAV-Info-Café im Juli über ihre Erfahrungen und sammelten gute Tipps.

 

Gute Informationen liefert natürlich das Internet. Eine Linksammlung zum Thema Urlaub/Reisen mit Behinderung ist im Vorarlberger Info-Pool zu finden.

 

Allerdings ist dabei zu beachten: barrierefrei ist nicht barrierefrei – andere Länder, andere Sitten. Deshalb ist es gut selbst aktiv zu werden und vor einer Buchung das Hotel zu informieren, was ich an Barrierefreiheit brauche. Z.B. unterfahrbare Betten sind in vielen Hotels nicht vorhanden, jedoch für den Einsatz eines Hebe-Lifters notwendig. Oder die Badezimmer sind zu klein oder eng für einen Rollstuhl.


 

 

 

 

Über positive Erfahrungen mit der BSK-Reisen GmbH des Vereins BSK – Selbstbestimmt Leben ohne Barrieren für Menschen mit Körperbehinderung, berichtet Christon Gerlind. Dort werden Gruppen und Individualreisen angeboten mit der Möglichkeit eine Reiseassistenz zu buchen. Bei ihrem Urlaub in Thessaloniki und Teneriffa hat Frau Christon dieses Angebot in Anspruch genommen. Der Tagsatz für die Persönliche Assistenz wird dabei zwischen AssistenznehmerIn und AssistentIn vereinbart und beläuft sich zwischen 50,- und 150,- Euro, je nach angeforderten Tätigkeiten.

 

 

 

Ein vorbildliches Hotel in Sachen Barrierefreiheit liegt im Kaunertal: das Hotel Weisseespitze. Gleich mehrere Besucherinnen und Besucher schwärmen davon. Neben der guten Einrichtung und dem abgestimmten Service, gibt es auch eine Fluchtrampe für RollstuhlfahrerInnen. Das ist nicht nur beruhigend für den Fall, dass es brennt, sondern auch eine große Erleichterung, falls der Lift defekt ist.

 

 

 

Ein Tipp von Thomas Dicker: für mögliche Reifen-Pannen mit dem Rollstuhl nimmt er einen Autoreifenpannenspray mit. Den gibt es bei jedem Autobedarf und wirkt schnell, wenn der Reifen einen Platten hat.

 

Wer Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz PAA bezieht, kann einen Teil der Persönlichen Assistenz im Urlaub über die PAA abdecken. Informationen dazu gibt es beim MOHI Dornbirn.

 

 

Die Wunschliste von AssistenznehmerInnen im Urlaub sieht so aus:

 

Die Persönliche Assistenz muss den Kopf bei mir haben – nicht irgendwo.

Mitdenken von der PA ist super. Immer bitte sagen zu müssen ist zäh.

 

So wie ein Leihauto, sollte es auch einen Leihrollstuhl geben. Ein Rollstuhl vor Ort zu mieten wäre super. Damit würde der Transport des eigenen Gerätes wegfallen und bei einer Panne wäre ein Händler auch in der Nähe.

 

Persönliche Assistenz vor Ort buchen können, wäre auch eine tolle Möglichkeit. Das würde Reisekosten ersparen und die PA kann gebucht werden, wenn sie gebraucht wird. In Teneriffa gab es diese Möglichkeit – allerdings nur für Pflegedienste und nur innerhalb des Hotels.

 

Persönliche Assistenz zur gesellschaftlichen Teilhabe hilft Menschen mit Behinderung in einem Bereich zu einem relativ stressfreien Urlaub. Denn wenn der Partner bzw. die Partnerin während des Urlaubs auch zu 100 % die Persönliche Assistenz machen muss, geht der Urlaub meistens schief.

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