Meine Grenzen - Deine Grenzen

2018-12-17

Persönliche Assistenz ist eine Tätigkeit, die einen verantwortungsbewussten Umgang mit Nähe und Distanz verlangt. Der Kontakt zum Mitmensch ist normalerweise nur bei Freundschaften so nah. Damit Persönliche Assistenz funktionieren kann braucht es deshalb klare Grenzen. Zwölf interessierte Assistent*innen trafen sich in der Servicestelle zu einem Infoabend über Nähe und Distanz bei zwischenmenschlichen Beziehungen speziell in der Persönlichen Assistenz.

 

 Zum Einstieg probierten die Teilnehmenden in einer kleinen Übung Grenzen zu erkennen und zu setzen. Eine Person ging langsam auf eine andere stehende Person zu, welche nonverbal zeigen sollte, wann der Abstand zu kurz wurde, bevor es zu nahe oder unangenehm wurde. Es war spannend zu sehen, welche unterschiedlichen Mimiken oder Gestiken dafür verwendet wurden und, dass die Distanzen, die noch als angenehm empfunden wurden teilweise von Person zu Person variierten. Eine gute Übung für die Arbeit als Persönliche Assistenz, da jeder anders empfindet und reagiert und diese Signale wahrgenommen werden wollen.

 

 

 

 

Der Kurzfilm „Rein ins Leben mit Persönlicher Assistenz“ zeigte uns, was persönliche Assistenz ist und welche Möglichkeiten sich dadurch für die Lebensgestaltung und gesellschaftliche Teilhabe behinderter Menschen ergeben. Wer sich den Film anschauen möchte, kann diesen auch auf Youtube finden:"Rein ins Leben mit Persönlicher Assistenz"

 

 Anschließend beschäftigten wir uns in Gruppen rund um die am Anfang erwähnten Fragen, sammelten diese dann gemeinsam und tauschten uns darüber aus.Persönliche Assistenz wird als sehr individuelle Tätigkeit wahrgenommen, auf die Person des Assistenznehmers fokussiert, der Unterstützung für ein selbstbestimmtes Leben erhält. Das besondere für die meisten ist dabei die Empathie, die es benötigt und das die Assistenz als sinnvoll und bereichernd wahrgenommen wird. Gleichwohl wurde erkannt, dass es oft eine Gradwanderung ist, sei es, dass verschieden Interessen und Erwartungen im Raum stehen, von Assistenznehmern, deren familiärem Umfeld, teilweise auch Institutionen und von der Persönlichen Assistenz selbst. Dies zeigt sich auch dann, wenn Beziehungen entstehen und neben der Rolle als Assistent auch eine Rolle als Freund hinzukommen kann. Das gilt es sehr klar abzustecken und daher ist es wichtig diese Punkte auch zu thematisieren, ganz im Sinne von „Meine Grenzen – Deine Grenzen“ oder „Meine Rolle – Deine Rolle“.

 

Sehr erfreulich war, dass alle Teilnehmende abschließend die Frage, ob der Job als Persönliche Assistenz das Richtige für sie sei, mit einem JA beantworten konnten. Zur Aufrechterhaltung des tollen Austausches an diesem Abend dürfen wir auch wieder auf das monatliche Info-Cafe verweisen.

 

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