Persönliche Assistenz im Regierungsprogramm

2020-1-14

"Wir sichern allen Menschen das gleiche Recht auf individuelle Entwicklung und soziale Teilhabe, ungeachtet ihrer persönlichen Unterstützungsbedürfnisse.

...

Das Modell 'Persönliche Assistenz in Vorarlberg' sowie die Leistung 'Persönliche Assistenz zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben' werden weiter angeboten und im Bedarfsfall ausgeweitet."

Arbeitsprogramm der Vorarlberger Landesregierung 2019 – 2024, S. 64

Viele Neugierige beteiligten sich am Info-Café zum Thema "Persönliche Assistenz im neuen Vorarlberger Regierungsprogramm".

 

Die Diskussionsbeiträge kurz zusammengefasst:

Nicht befriedigter Assistenz-Bedarf sehen die Assistenznehmerinnen und -nehmer im Alltagsbereich sowie bei Menschen mit Behinderung, die auf Grund der Wohnverhältnisse oder des Alters nicht in die Zielgruppe fallen.

 

Die Formulierung "... werden ... im Bedarfsfall ausgeweitet" hat einige Besucher mit mehreren Fragen zu uns gebracht: Und was bedeutet das jetzt? Ist vermehrter Bedarf gegeben? Hat die Servicestelle den Auftrag des Landes, den aktuellen Bedarf festzustellen?

 

Auch wenn die Servicestelle keinen Auftrag des Landes hat, die Bedarfsabdeckung an Persönlicher Assistenz in Vorarlberg zu erheben, gibt es doch einige Rückmeldungen, die die Koordinatorinnen und Koordinatoren immer wieder hören. Und auch bei diesem Info-Café waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig: der Bedarf an Persönlicher Assistenz ist höher, wenn die Zielgruppe ausgeweitet wird. Zum Beispiel werden Menschen mit Behinderung von der "Persönlichen Assistenz zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben" ausgeschlossen, wenn sie noch bei ihren Eltern zuhause leben oder wenn sie nicht im erwerbsfähigen Alter sind.

 

Auch bei den Assistenzbereichen gibt es die Forderung, neben der Freizeit, auch den Alltag mitzuberücksichtigen. Für die Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz und die Persönliche Assistenz im Freizeitbereich gibt es gesetzliche Regelungen.

 

Aber es gibt Menschen mit Behinderung, die auch im Alltag auf Persönliche Assistenz angewiesen sind. Denn das Pflegegeld ist zwar ein pauschalierter Beitrag zur Abdeckung der pflegebedingten Mehraufwendungen für Menschen mit Behinderung. Dieser Beitrag ist jedoch in manchen Fällen nicht ausreichend, um ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

 

Wir sind gespannt, ob mit der neuen Landesregierung eine Erweiterung der Persönlichen Assistenz kommen wird!

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